Bild: copyright die 101

Das Licht vergangener Zeiten

Manchmal irren wir und sehnen uns zurück zu den Menschen, Orten, Zeiten ohne Aussicht auf freies Sein – nur, weil sie uns vertraut sind. Und wir im Unvertrauten das Ankommen aufgegeben haben.
Doch nichts ist verloren, (1) solange wir uns erinnern, an welchen Orten, zu welchen Zeiten, bei welchen Menschen wir Leid erfuhren. Damit das gelingt, müssen wir zuweilen stärker sein als unsere Sehnsucht, stärker als unsere Angst, stärker als unsere Wut – stärker als unsere HOFFNUNGSFILTER. Und schauen, was war – und nicht, was schön wäre, wenn es doch endlich gewesen sein wird.
Und – nichts ist verloren, (2) solange wir dem Unvertrauten eine Chance geben, uns vertraut zu werden. Das Gehirn mag das Vertraute – immer. Beim Unvertrauten wird es hellhörig – und fragt: Kann es schaden? Das ist kein Gebot, die Mauern hochzuziehen. Hier grüßt die Neurobiologie mit der Aufforderung hinzuschauen und zu klären, was konkret ist.

Daher wäre gut, sich beständig um ein klares Selbstbild, Menschenbild, Weltbild zu bemühen – im Gestern wie im Heute. Und zu unterscheiden:
(1) was wir hatten – und was nicht
(2) was wir haben – und was nicht
(3) was wir wollen – und was nicht
(4) wohin wir gehören – und wohin nicht

🕊️ Oder anders:
Um wiederholt im Dunklen zu stehen, braucht es nicht viel. Es reicht, das NICHT-Erinnern-WOLLEN, um heller zu blenden, was dunkel war. Vielleicht wäre gut, wenn wir das, was uns tröstete, nicht für das halten, was uns Leid brachte.

🔎 Die Gegebenheiten nicht heller (oder dunkler) zu blenden als sie sind, gehört in der Medizinsoziologie und Yogaphilosophie zu den wesentlichen Fähigkeiten, die es auf dem Weg zu Leidfreiheit zu kultivieren gilt. Dabei geht es auch um das Entwickeln von Wahrhaftigkeit, Klarheit und Fürsorge.

Herzliche Grüße aus der 101

➤ Gedenkstätten zur ostdeutschen Geschichte:
Stasi-Museum in Berlin
Tränenpalast in Berlin
Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam
Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden

➤ Zu den Bildern:
Alle Bilder entstanden im Stasi-Museum Berlin.

Alle Instagram Beiträge und Videos der 101 findest du auf → instagram.com/die101.de

Das Licht vergangener Zeiten

Manchmal irren wir und sehnen uns zurück zu den Menschen, Orten, Zeiten ohne Aussicht auf freies Sein – nur, weil sie uns vertraut sind. Und wir im Unvertrauten das Ankommen aufgegeben haben.
Doch nichts ist verloren, (1) solange wir uns erinnern, an welchen Orten, zu welchen Zeiten, bei welchen Menschen wir Leid erfuhren. Damit das gelingt, müssen wir zuweilen stärker sein als unsere Sehnsucht, stärker als unsere Angst, stärker als unsere Wut – stärker als unsere HOFFNUNGSFILTER. Und schauen, was war – und nicht, was schön wäre, wenn es doch endlich gewesen sein wird.
Und – nichts ist verloren, (2) solange wir dem Unvertrauten eine Chance geben, uns vertraut zu werden. Das Gehirn mag das Vertraute – immer. Beim Unvertrauten wird es hellhörig – und fragt: Kann es schaden? Das ist kein Gebot, die Mauern hochzuziehen. Hier grüßt die Neurobiologie mit der Aufforderung hinzuschauen und zu klären, was konkret ist.

Daher wäre gut, sich beständig um ein klares Selbstbild, Menschenbild, Weltbild zu bemühen – im Gestern wie im Heute. Und zu unterscheiden:
(1) was wir hatten – und was nicht
(2) was wir haben – und was nicht
(3) was wir wollen – und was nicht
(4) wohin wir gehören – und wohin nicht

🕊️ Oder anders:
Um wiederholt im Dunklen zu stehen, braucht es nicht viel. Es reicht, das NICHT-Erinnern-WOLLEN, um heller zu blenden, was dunkel war. Vielleicht wäre gut, wenn wir das, was uns tröstete, nicht für das halten, was uns Leid brachte.

🔎 Die Gegebenheiten nicht heller (oder dunkler) zu blenden als sie sind, gehört in der Medizinsoziologie und Yogaphilosophie zu den wesentlichen Fähigkeiten, die es auf dem Weg zu Leidfreiheit zu kultivieren gilt. Dabei geht es auch um das Entwickeln von Wahrhaftigkeit, Klarheit und Fürsorge.

Herzliche Grüße aus der 101

➤ Gedenkstätten zur ostdeutschen Geschichte:
Stasi-Museum in Berlin
Tränenpalast in Berlin
Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam
Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden

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Alle Bilder entstanden im Stasi-Museum Berlin.

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