Denken kann schützen
Wir finden sie in hoher Zahl, die Gedanken anderer. So zahlreich und zuweilen eindringlich, dass wir uns zurücklehnen und das Entwickeln eigener vernachlässigen könnten. Doch genau dafür ist unser Gehirn gedacht: zum Ergründen, Sortieren, Klären – Unterscheiden und Entscheiden. Wer aufhört, selbst zu denken, verliert diese Fähigkeiten. Er verlernt zu denken. Verlernt, sich zu bilden und läuft Gefahr, die Gedanken der anderen als die eigenen zu betrachten.
Wer zusätzlich seine Verantwortlichkeiten anderen überträgt, verspielt die Gabe, Probleme zu lösen. Das gilt zuerst für die großen, dann die mittleren und schlussendlich die kleinen. Was bleibt, ist betreutes Leben.
Die Meister der Manipulation wissen darum – und nutzen ihre Möglichkeiten.
Wer hingegen selbstbestimmt verstehen, handeln, entscheiden möchte, macht sich nicht abhängig von der Innenwelt anderer, sondern gestaltet und bewahrt seine eigene.
Das braucht den Willen und das Können, auch vielfältig und unter Anstrengung zu denken. Das Gehirn wird es ihm danken. Denn das einfältige Denken benötigt wenig Leistung. Ja, das entlastet. Doch Vorsicht mit dem Maß! Funktionen, die nicht gebraucht werden, stellt unser – auf Effektivität ausgerichtetes – Gehirn ab. Warum sollte es Strom in Räume senden, in denen das Licht nicht mehr angeht?
Kurz: Wer das Einfältige stets dem Vielfältigen vorzieht, verliert die Fähigkeit, komplex zu denken. Denn das Gehirn schreibt mit und sortiert aus, Tag für Tag. Wird es nicht ausreichend genutzt, erhöht es seine Bereitschaft, sich an andere zu binden – und der Demenz „Guten Tag“ zu sagen. Doch wer will es darauf ankommen lassen?
🕊️ In der Medizinsoziologie gilt es als wesentlich, sich um die eigenen Verantwortlichkeiten zu bemühen. Das Verstehen- und Handhaben-Lernen von Herausforderungen, gehört dazu. Ebenso, wie der Selbstschutz.
🔎 In diesem Sinne möchten wir → „Raus aus der Demenzfalle“, geschrieben von dem Neurobiologen → Gerald Hüther empfehlen.
Von Herzen DANKE an Gerald Hüther für seine so zahlreichen Impulse, wie Leben gelingen kann!
➤ Zu den Bildern:
Abschied auf Fischland-Darß in Mecklenburg-Vorpommern
Herzliche Grüße aus der 101!
Alle Instagram Beiträge und Videos der 101 findest du auf → instagram.com/die101.de
Denken kann schützen
Wir finden sie in hoher Zahl, die Gedanken anderer. So zahlreich und zuweilen eindringlich, dass wir uns zurücklehnen und das Entwickeln eigener vernachlässigen könnten. Doch genau dafür ist unser Gehirn gedacht: zum Ergründen, Sortieren, Klären – Unterscheiden und Entscheiden. Wer aufhört, selbst zu denken, verliert diese Fähigkeiten. Er verlernt zu denken. Verlernt, sich zu bilden und läuft Gefahr, die Gedanken der anderen als die eigenen zu betrachten.
Wer zusätzlich seine Verantwortlichkeiten anderen überträgt, verspielt die Gabe, Probleme zu lösen. Das gilt zuerst für die großen, dann die mittleren und schlussendlich die kleinen. Was bleibt, ist betreutes Leben.
Die Meister der Manipulation wissen darum – und nutzen ihre Möglichkeiten.
Wer hingegen selbstbestimmt verstehen, handeln, entscheiden möchte, macht sich nicht abhängig von der Innenwelt anderer, sondern gestaltet und bewahrt seine eigene.
Das braucht den Willen und das Können, auch vielfältig und unter Anstrengung zu denken. Das Gehirn wird es ihm danken. Denn das einfältige Denken benötigt wenig Leistung. Ja, das entlastet. Doch Vorsicht mit dem Maß! Funktionen, die nicht gebraucht werden, stellt unser – auf Effektivität ausgerichtetes – Gehirn ab. Warum sollte es Strom in Räume senden, in denen das Licht nicht mehr angeht?
Kurz: Wer das Einfältige stets dem Vielfältigen vorzieht, verliert die Fähigkeit, komplex zu denken. Denn das Gehirn schreibt mit und sortiert aus, Tag für Tag. Wird es nicht ausreichend genutzt, erhöht es seine Bereitschaft, sich an andere zu binden – und der Demenz „Guten Tag“ zu sagen. Doch wer will es darauf ankommen lassen?
🕊️ In der Medizinsoziologie gilt es als wesentlich, sich um die eigenen Verantwortlichkeiten zu bemühen. Das Verstehen- und Handhaben-Lernen von Herausforderungen, gehört dazu. Ebenso, wie der Selbstschutz.
🔎 In diesem Sinne möchten wir → „Raus aus der Demenzfalle“, geschrieben von dem Neurobiologen → Gerald Hüther empfehlen.
Von Herzen DANKE an Gerald Hüther für seine so zahlreichen Impulse, wie Leben gelingen kann!
➤ Zu den Bildern:
Abschied auf Fischland-Darß in Mecklenburg-Vorpommern
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